Festzustellen ist, dass es auf dem heutigen e-learning-Markt zahlreiche Akteure gibt. Auch wenn anfangs die Arbeit mit einem Dienstleister fast unumgänglich war, um ein e-learning-Projekt durchzuführen, haben die Unternehmen inzwischen die Qual der Wahl: sollen sie ihre e-learning-Module weiterhin von externen Dienstleistern entwickeln lassen oder sollen sie in die Schulung ihrer eigenen Mitarbeiter investieren, um letztendlich die Produktion ihrer Fernschulungen unternehmensintern durchführen zu können?

Das Oursourcing der Produktion von e-learning-Modulen garantiert die (didaktische, technische, grafische) Qualität des Endergebnisses der Kursmodule, weil sie von Experten im Bereich e-learning und Pädagogik ausgearbeitet werden. Doch diese Qualifikationen werden dem Kunden natürlich in Rechnung gestellt und sind mit höheren Kosten verbunden als eine interne Produktion. Dennoch bietet diese Option eine Flexibilität, die von Unternehmen mit kleiner Schulungs-/Personalabteilung, die die interne Produktion solcher e-learning-Module nicht meistern können, häufig bevorzugt wird. Sie müssten einen Mitarbeiter einstellen, der ausschließlich für die Produktion von e-learning-Modulen zuständig ist, was eine zu hohe Investition bedeutet.

Einer der großen Vorteile der unternehmensinternen Produktion von e-learning-Modulen, der immer mehr Unternehmen überzeugt, ist natürlich die Autonomie der internen Teams. Durch die Produktion im Unternehmen selbst können Projekte durchgeführt werden, die die vorgegebenen Erwartungen besser erfüllen. Auch kann man schneller produzieren, da die vielen notwendigen Kontakte zwischen dem Kunden und dem e-learning-Dienstleister entfallen. Investitionen in den Kompetenzerwerb der Arbeitnehmer führen aber auch zu langfristigen Einsparungen und zu einer Optimierung der Rentabilität (ROI) der Produktion von Fernschulungen. Ein Mangel an Erfahrung und Abstand zu den Projekten kann aber auch korrekt geschulten Mitarbeitern Schwierigkeiten bereiten. Ein Abonnement für eine Hilfe-Hotline, das mit dem Kauf der Tools für die Produktion der e-learning-Module abgeschlossen wird, erweist sich als unentbehrlich.

Man kann nicht sagen, dass eine der beiden Methoden – interne Produktion oder Outsourcing – die „bessere“ Methode für die Erstellung von e-learning-Modulen ist. Die „ideale“ Lösung liegt zweifellos in der Mitte der beiden Wege, indem ein e-learning-Partner gewählt wird, der sich für Produktion und Aktualisierung auf eine flexible Technologie stützt, die vom Kunden genutzt werden kann. Der Kunde entscheidet dann von Fall zu Fall, ob er seinen Dienstleister hinzuzieht oder nicht, und er beherrscht das Produkt, weil er über dieselben Instrumente verfügt, wie sie das Produktionsstudio verwendet. Deshalb kann er die Schulungsinhalte nach seinem Wunsch ändern (Aktualisierung, Erweiterung usw.) und er kann wieder autonom werden, sobald er es möchte.

Diese Kombination von interner und externer Arbeit erweist sich häufig als die sinnvollste Entscheidung, wenn ein Kunde nicht über den nötigen Abstand Erfahrung, um sicherzustellen, dass seine Entscheidungen richtig sind. Sowohl bei der internen Erstellung seiner e-learning-Module als auch bei der laufenden Arbeit mit dem gewählten Dienstleister kann man sich heute auch durch einen externen Berater unterstützen lassen. Dieser Vermittler weiß, was zu tun ist, damit bei der Entscheidung für eine interne Abwicklung oder ein Outsourcing die Erwartungen, Ziele und Probleme des Projekts als ganzes berücksichtigt werden.