Auch wenn die digitale Technik nun schon seit vielen Jahren unseren Alltag durchdringt, bleibt ihre Nutzung bei sogenannten „Präsenzschulungen“ (das heißt in einem Schulungsraum, im Gegensatz zur „Fernschulung“) noch sehr oft auf den Einsatz von PowerPoints beschränkt. Das ist schade, denn die Digitalisierung kann zahlreiche Vorteile bieten. Allerdings müssen die Lehrkräfte einen Nutzen aus der Einarbeitung in Lösungen dieser Art ziehen können. Und dieser Nutzen kann natürlich nur in pädagogischen Vorzügen bestehen. Aber stimmt das?

Die pädagogischen Vorteile einer digitalisierten Präsenzschulung

Welche Instrumente können den Kursleitern bei der Gestaltung ihrer Schulungen helfen? Dazu kann man im Wesentlichen drei Funktionen anführen:

Zuallererst der interaktive Kursplan. Er erlaubt es dem Schulungsleiter, den gesamten Ablauf seines Schulungstags in einem einzigen Tool mit digitalem Format zu planen. Mit Kapiteln und Unterpunkten ermöglicht er es, den vorzutragenden Inhalt klar zu organisieren und ihm die Dokumente zuzuordnen, die man präsentieren möchte: normalerweise sind dies PowerPoint-Dateien, es können aber auch Videos oder Lernspiele sein. Natürlich kann man mit dem interaktiven Kursplan für jeden Unterpunkt eine Dauer definieren, die Pausenzeiten verwalten und sich darauf hinweisen lassen, wenn die vorgesehene Zeit überschritten ist (eine unentbehrliche Funktion, um den Ablauf im Griff zu behalten).

Ein Lernspiel – was ist das? Das Ziel eines Lernspiels ist, einen Anreiz für die aktive Mitwirkung der Lerner zu geben. Zu Beginn einer Sitzung kann es helfen, dass die Teilnehmer „miteinander warm werden“, wenn sie sich zum Beispiel auf eine ungezwungene Weise im Kurs vorstellen sollen. Im Verlauf des Tages eingesetzt, kann es die Mitwirkung der Lerner fördern, indem ihnen ein spielerischer Umgang mit den Lerninhalten angeboten wird (in einem Quiz zwischen Teilnehmergruppen, bei „Glücksspielen“ usw.).

Schließlich erlaubt es die Digitalisierung der Präsenzschulung, pädagogische Leitfäden zusammenzustellen. Sie sind umfassende Handbücher für den Kursleiter, denn darin wird der Ablauf der interaktiven Kurspläne dokumentiert, mit Verknüpfung der notwendigen Hinweise zum guten Verlauf der Redebeiträge. Diese pädagogischen Leitfäden werden an alle Lehrkräfte verteilt und ermöglichen dadurch eine Harmonisierung der Inhalte und Informationen, die im gesamten Unternehmen verbreitet werden.

Ein erster Schritt zum Blended Learning?

Diese verschiedenen digitalen Funktionen, die aus der Fernschulung abgeleitet wurden, ermöglichen es, die guten Praktiken des E-Learning (die Aufmerksamkeit der Lerner wecken, Gliederung der Lerninhalte usw.) auf die Schulung im Kursraum zu übertragen.

Wenn man in der Lage sein möchte, alle Möglichkeiten von E-Learning zu nutzen, ist es erforderlich, sich eine neue Kultur anzueignen und somit in den Schulungsabteilungen einen echten Wandel zu vollziehen. Allerdings ist der Ansatz mit der Annäherung über die digitale Technik einfacher als ein vollständiger didaktischer Bruch. Es ist viel leichter, bei Präsenzschulungen digitales Lernen einzuführen, als eine Schulungsabteilung, die sich noch nie damit beschäftigt hat, auf  E-Learning umzustellen.

Und selbstverständlich ist es viel einfacher, E-Learning-Ressourcen bei Schulungsleitern einzuführen, die sich die Möglichkeiten der digitalen Technik bereits im Rahmen einer traditionellen Schulung angeeignet haben.

Die Digitalisierung der Präsenzschulung kann somit für Unternehmen oder Schulungsabteilungen, die digitale Technik einführen möchten, ein ausgezeichneter erster Schritt sein. Sie wird es den Lehrkräften ermöglichen, ihre Vorteile nach und nach zu nutzen, um in einem zweiten Schritt „Blended Learning“, das heißt Schulungen, die Präsenz- und Fernschulungsphasen miteinander kombinieren, problemlos einzuführen.

> Mehr erfahren über die Funktionen der Digitalisierung der Präsenzschulung.